Sieger der Klassiker-Wahl: Das Boot – Director’s Cut
Liebe Filmkunstfreunde, Sie haben entschieden! Der Wahlsieger heißt „Das Boot“. Insgesamt haben 16 Mitglieder ihre Stimme abgegeben. Hier das Ergebnis im Detail:
Das Boot 7 Stimmen
Gran Torino 5 Stimmen
Der Pate 5 Stimmen
Scarface 4 Stimmen
Gladiator 2 Stimmen

Das Boot (D 1981. R: Wolfgang Petersen, 210 min)
Europa im Jahre 1941: Der Zweite Weltkrieg wird auch auf hoher See mit erbitterter Härte geführt. Auftrag deutscher U-Boote ist es, die Versorgungslinien der Briten zu durchbrechen. Nach einer letzten Feier ist es auch für die Besatzung von U-96 wieder Zeit, auf Jagd zu gehen. Der Kriegsberichterstatter Leutnant Werner (Herbert Grönemeyer) soll über die glühende Moral der Männer an Bord berichten, doch bald schon muss er seine Vorstellungen über das Leben an Bord revidieren: Für lange Zeit gibt es statt glorreicher Kämpfe nur Langeweile und Mobbing. Als es jedoch die ersten Feindkontakte gibt, wird das hässliche Gesicht des Krieges offenbart. chiffbrüchige werden gnadenlos den Wellen überlassen, Wasserbomben beschädigen das U-Boot schwer. Der Kommandant (Jürgen Prochnow), der von allen nur „der Alte” genannt wird, trifft Entscheidungen, die für das Überleben der Besatzung entscheidend sind. Aber sind es die richtigen Entscheidungen?
Petersens „Das Boot“ bedeutete in jeder Hinsicht einen Meilenstein in der deutschen Kinogeschichte. Bis heute konnte kein anderer Film international so viel Anerkennung erfahren, so viel Geld einspielen und mit derart vielen Preisen ausgezeichnet werden. Das für damalige Verhältnisse mit 25 Millionen Mark sehr teure Anti-Kriegsdrama ist ein Triumph auf ganzer Linie. Der ehemalige TV-Regisseur Petersen besticht mit einer grandiosen, pure Authentizität atmenden Inszenierung, die sich auf ein starkes Drehbuch, das die Geschichte aus Sicht des Kriegsberichterstatters Werner erzählt, stützen kann. Entgegen den üblichen Machwerken aus Hollywood wird den deutschen Soldaten im Film Sympathie entgegen gebracht, sich aber dennoch vom Nationalsozialismus distanziert.
Optisch und produktionstechnisch ist „Das Boot“ ohne Abstriche auf Hollywood-Niveau. Kamera-Ass Jost Vacano („Total Recall”, „Hollow Man”, „Starship Troopers”) fängt die klaustrophobische Enge in dem „schwimmenden Sarg“ packend ein, viele der Außenaufnahmen entstanden auf dem Bodensee und nicht in irgendeinem Studio-Bassin. Das kommt dem Film zu Gute, hier wirkt nichts konstruiert, sondern alles echt.
Das Boot – Directors Cut
Freitag, den 24.10.2026 um 18:30 Uhr
im Viktoria Kino in Dahlbruch
Großer Saal
Film ab!
Jens Mankel Stefanie Ehmke Ilka Henssen
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